Centre Culturel Alsacien

http://www.centre-culturel-alsacien.eu/

 

A télécharger:

 

Das elsässische Kulturzentrum - ein einladender Ort der Begegnung, der Diskussion und des Schaffens, der der Regionalsprache und der Zweisprachigkeit gewidmet ist


Straßburg als europäische und regionale Hauptstadt bedarf ein Zentrum, das dem sprachlichen Erbe und der besonderen Kultur unserer Region Rechnung trägt.

Die Vereinigung Culture et bilinguisme – René Schickele Gesellschaft hat sich mit anderen Organisationen – der Vereinigung Mitteleuropa, dem Atelier Alsacien, bf éditions und dem Verlag SALDE – zusammengeschlossen, um das Elsässische Kulturzentrum zu gründen, das, im Herzen des Eurodistricts Strasbourg-Kehl gelegen, als Ort für Diskussionen, zum Austausch, zur Bildung, zur Information und als Spiegel aller Arten künstlerischen und sprachlichen Schaffens dies- und jenseits des Rheins dient.

Das Zentrum pflegt zudem Partnerschaften zur BNU (Bibliothèque nationale et universitaire), dem Goethe Institut, dem Collège St.Etienne, dem OLCA (Office pour la Langue et la Culture d'Alsace), dem Bürgerforum Strasbourg-Kehl, den Comédiens du Rhin, der Maison de l'Europe Strasbourg-Alsace und vielen anderen Organisationen, insbesondere indem es seine Räumlichkeiten, sein dichtes Netzwerk und das nötige Know-How zur Verfügung stellt.

Der Gedanke unserer Initiative wird durch den großen Schriftsteller René Schickele, den wir als Leitbild gewählt haben,  in Perfektion verkörpert. Er hatte sich dem Ziel verschrieben, offen gegenüber den zwei kulturellen Welten, der französischen und der deutschen, zu sein, war ein fortschrittlicher Geist ohne jedoch Partei zu ergreifen und besaß dennoch ein starkes Bewusstsein dafür, dass ehrgeizige kulturelle Vorhaben stets politische Auswirkung haben. In diesem Sinne verschrieb er sein Handeln der regionalen Sprache und Kultur.

Zu häufig wird heute der Begriff „Kultur“ mit bloßer Freizeitbeschäftigung und Unterhaltung gleichgesetzt. Kultur aber bedeutet für uns das Bewusstsein der Zusammenhänge und der Werte und die Beherrschung der Kommunikationsmittel, die unsere regionale Gesellschaft prägen, zu ermöglichen und dabei die verschiedenen Aspekte des künstlerischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens der Region miteinzubeziehen.

Schließlich ist es die regionale Kultur, die es der Gesellschaft der Region ermöglicht, sich ihre Geschichte und ihre Sprache zu eigen zu machen, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und ein gemeinsames, der Welt zugewandtes Konzept für die Zukunft zu schaffen.

Das Elsässische Kulturzentrum bietet dabei die Möglichkeit, sich „eine elsässische Identität, ohne Folklorismus und Nostalgie 'wiederanzueignen'“: Was bedeutet es, heutzutage Elsässer zu sein? Elsässischer Künstler, Schriftsteller, Forscher, Bürger zu sein? Es ist diese Frage – die nach der Identität – die Künstler, Persönlichkeiten des politischen Lebens, Verantwortliche aus der Wirtschaft, etc. aufgefordert sind, im Rahmen von Gesprächen zu beantworten.

Das Zentrum bietet zudem eine Reihe von Kursen an: traditionelle Gesänge und Tänze mit Martine Beyer, Bernard Freudenreich, Pierrette und Jean-François Nave, jiddischer Gesang mit Astrid Ruff, zweisprachige Lektüre mit Aline Martin, Maxime Pacaud und Pierre Zeidler, Lesen auf Deutsch für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren mit Elke Verney und Musica Schmidt sowie ein Elsässischkurs mit Dominique Fuchs.

Darüber hinaus organisiert das Zentrum verschiedene Vortragsreihen und Begegnungen. In der Reihe Mitteleuropa werden so zum Beispiel Autoren und Künstler der Region gewürdigt.
Eine Reihe von Gesprächsrunden zur elsässischen Geschichte (Tables d'histoire) bietet die Möglichkeit, Schlüsselphasen unserer Vergangenheit zu hinterfragen.

Die Aktivitäten des Zentrums richten sich nicht nur an ein Publikum, dass kulturelle Aktivitäten passiv konsumieren will, sondern in erster Linie an eines, das sich an der Ausarbeitung eines regionalen Projekts, das für alle, die sich mit der Region am Oberrhein identifizieren wollen, offen steht, beteiligen will.

Als Elsässer wird man nicht geboren, man wird dazu... durch Wahl und Kenntnis der Geschichte und der Besonderheiten der Region.

Zu diesen Besonderheiten gehört die besondere Sprachsituation des Elsass, die es mit der Moselregion gemein hat. In Fortführung einer jahrhundertelangen Geschichte setzt sich die Regionalsprache des Elsass und des deutschsprachigen Teils Lothringens aus Deutsch in der regionalen Form seiner alemannischen und fränkischen Mundarten und aus der deutschen Standardsprache zusammen. Elsasserditsch und Hochdeutsch bilden die beiden untrennbaren und sich ergänzenden Hälften einer Regionalsprache, die Teil des sprachlichen Umfelds des Oberrheins ist. Dieser Tatsache wird im Elsässischen Kulturzentrum stets Rechnung getragen.

Sie sprechen weder Elsässisch noch Deutsch? Sie kommen ursprünglich nicht aus dieser Region? Sie wissen nicht viel über das Elsass und den Oberrhein?
Dies sind hervorragende Gründe, um in unser Zentrum zu kommen und mit anderen zu entdecken, was das Elsass ist, und mit uns zu diskutieren, was es werden soll und kann.

Sie kennen die Region gut und wollen ihr Wissen teilen und mehr erfahren?

Noch ein guter Grund, dem Elsässischen Kulturzentrum einen Besuch abzustatten.

Allen Interessierten gilt unser herzliches Willkommen!


Alle Informationen finden Sie auf der Internetseite des Kulturzentrums:

http://www.centre-culturel-alsacien.eu/

 

Jeanne Loesch au Centre Culturel Alsacien

Jeanne Loesch au Centre Culturel Alsacien, 20.03.2014